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16.05.2024

Besetzung von PER21 durch propalästinensische Demonstranten

Die JFF fordern vom Rektorat der Universität Freiburg (nachfolgend: UNIFR), dass dieses die erforderlichen Massnahmen, einschliesslich polizeilicher Massnahmen, ergreift, um die illegale Besetzung des Gebäudes PER21 der UNIFR unverzüglich zu beenden. 

 

Trotz eines teilweisen Eintretens des Rektorats und eines Ultimatums nach mehr als zwei Tagen täglicher Besetzung des Geländes sind die Demonstranten immer noch in großer Zahl in der Eingangshalle des Gebäudes PER21 präsent. Diese Präsenz, insbesondere in Form von Lärm (Mikrofonansprachen, Applaus, Gesang usw.), stört die Studenten, die versuchen, sich auf ihre Prüfungen am Ende des akademischen Jahres zu konzentrieren, erheblich. Es ist daher zwingend erforderlich, dass das UNIFR-Rektorat seine Verantwortung übernimmt und in seinen Gebäuden eine dem Studium förderliche Ruhe wiederherstellt.

 

Die JFF bekräftigen ihre Unterstützung für das Prinzip der akademischen Freiheit und verurteilt zutiefst die Forderungen, die Verbindungen zwischen der UNIFR und den israelischen Universitäten zu unterbinden. Eine der Aufgaben einer Universität ist es, Brücken zwischen den Kulturen zu bauen, um den Austausch von Ideen, Methoden und Praktiken zu ermöglichen, damit konkrete Ergebnisse erzielt werden können, die die Menschheit als Ganzes bereichern. Es ist daher nicht denkbar, dass diese Zusammenarbeit aufgrund von Verdächtigungen behindert wird. Wir hoffen, dass das Rektorat der UNIFR den akademischen Frieden bewahren kann und nicht in eine katastrophale Demagogie verfällt.  

 

Schliesslich lehnen die JFF die Forderung, die Gedenktafel zu Ehren von Chaim Weizmann zu entkorken, entschieden ab. Wir sind der festen Überzeugung, dass die Geschichte unser gemeinsames Erbe ist und dass es falsch wäre, sie allein auf der Grundlage unserer heutigen moralischen Vorstellungen zu unterdrücken. Der Mann war 1899 Doktorand der Chemie an der UNIFR und der erste Präsident des Staates Israel. Wir wehren uns gegen die Möglichkeit, dass allein diese nationale Verbindung die Enttabuisierung seines Andenkens rechtfertigen könnte. Wir sind generell davon überzeugt, dass die Geschichte erklärt werden muss und nicht abgeschafft werden darf.